Tibebu studierte zunächst IT und Wirtschaft in Addis Abeba und arbeitete anschließend als Manager auf einer Kaffee-Farm. Nebenberuflich widmete er sich immer seiner großen Passion: der Imkerei. Noch immer ist er Vorstandsmitglied der “Biodynamic Association”, die sich für die Erhaltung von Bienenvölkern und deren natürlichen Lebensräumen einsetzt. Sein Engagement brachte ihn an viele verschiedene Orte des europäischen und afrikanischen Kontinents, wodurch er neben seiner Muttersprache Amharisch und Englisch auch Italienisch spricht.

Über die Partnerschaft mit Demeter und einige glückliche Zufälle gelangte er mit der Waldorfpädagogik und Rudolf Steiner in Kontakt, welche sein Interesse weckten.

Auf seinem Weg lernte er die Familie Debus kennen und entschied sich für eine dreijährige Ausbildung zum Waldorf-Klassenlehrer in Nairobi, Kenia, mit dem Ziel, diese besondere Pädagogik in sein Heimatland zu bringen. Schon zu seiner eigenen Schulzeit sah er Entwicklungspotential in dem sehr strengen und theorieorientierten Bildungswesen Äthiopiens, in dem er selten Spaß am Lernen fand.

Die Eröffnung der “Rainforest Waldorfschool Gore” mitten im westäthiopischen Regenwald vereint seinen Willen und Mut, Schule und Bildung neu zu denken und einen naturverbundenen Raum zum Leben und Lernen zu schaffen, sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für sich selbst.


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